Friehling

Es ist ein Vorrecht, als Pastor beim Treffen der Frauenhilfe meiner neuen Gemeinde dabei sein zu dürfen. Die Frauenhilfe war ganz ursprünglich ein kirchliches Angebot, das mittellosen Frauen Hilfe in allerlei Art und Weise anbot. Frau hilft sich zwar immer noch, doch mittlerweile hat sich zumindest hier bei uns daraus auch eine Arbeit entwickelt, die dankbar denjenigen etwas Gutes zurückgeben möchte, die sich viele Jahre um die Gemeinde verdient gemacht und sich um sie gekümmert, in ihr eingebracht haben.

Wer darüber nun zu lächeln neigt, dem fehlt die Innenschau. Dort erlebt er nämlich eine Gemeinschaft, die ihresgleichen sucht. Freude am Miteinander und verbindliche Gemeinschaft sind hier genauso zu erleben, wie kreative Elemente, Trainieren der Gehirnwindungen sowie Fröhlichkeit und eine durchweg positive Stimmung und Atmosphäre (die ich bei meinen Senioren in der vorherigen Gemeinde auch erlebt habe – muss an der Generation liegen…).

Ganz erstaunlich aber wird es, wenn die in die Jahre gekommenen Damen beginnen, sich am Programm zu beteiligen. Heute stand das „Frühlingsfest“ auf dem Programm. Und da wurde eine ganz besondere und seltene Perlen dargeboten: Eine Dame las das von ihrer eigenen Schwester, Irene Laubner, auf Kreuznacher Platt verfasste Gedicht „Friehling“ (Hochdeutsch: Frühling) und verzauberte, ja: verzückte uns alle und versetzte die Gruppe in einen Rausch der Freude ob des nahenden Frühlings. – Ach ja: Und Kaffee gab’s natürlich auch.

Viel Freude bei der Lektüre!

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